Mit den letzten Sonnenstrahlen dieses herrlichen Samstags trudelten bei uns in der Abfüllhalle die Gäste ein, die der Stimme von Heikko Deutschmann lauschen und mehr über unsere aktuellen Weine erfahren wollten. Über 100 Leute fanden einen Platz (so viele waren es bisher selten), ließen sich mit einem Glas Begrüßungssecco an den Tischen nieder und warteten gespannt. Nach einer kurzen Begrüßung und ein paar informativen Worten über das Leben und Schaffen Kurt Tucholskys, aus dessen Werk Heikko Deutschmann seine Texte ausgewählt hatte, ging es los mit dem Gedicht „Das Ideal“.

Man möchte so viel: Haben. Sein. Gelten. Dass einer alles hat, ist selten.

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so aufmerksam hörten unsere Gäste zu, wie Deutschmann die Texte mit Leben und Stimme füllte. „Das Wirtshaus im Spessart“, „Marietta“, „Zwei Flaschen“, „Mit fehlt ein Wort“ – Kleinodien der unbekannteren Sorte erreichten die Zuhörer.

Im Wechsel mit Wolfgang von Canal, der nach dem Secco vier weitere frisch gefüllte Weine aus dem Jahr 2016 – Winnigner Brückstück, Alte Liebe, Winninger Hamm und Röttgen Spätlese  – präsentierte und kommentierte, gab es über zwei Stunden Nachdenkliches und Lustiges, Böses und Liebevolles aus der Feder Tucholskys auf die Ohren. Als Zugabe noch ein Sauflied und einen Rotwein aus dem Fass, dann klang der Abend mit viel Gelächter und guter Laune aus.

Wie hätte Tucholsky gesagt? „Weder Wein noch Gäste möpselten.“

Danke liebe Gäste, danke lieber Heikko. Es war ein wunderbarer Abend mit euch.

 

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